Immunglobuline und CFS

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Als Immunglobulin (Ig) bezeichnet man verschiedene Eiweiße, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von fremden Substanzen im Körper spielen. Sie sind das spezifische, erworbene Immunsystem und werden auch Antikörper genannt.

Man unterscheidet fünf verschiedene Immunglobulin-Untergruppen:

  • Immunglobulin A (IgA) ist für die Abwehr von Erregern an Schleimhäuten im Nasen- und Rachenraum sowie im Verdauungssystem zuständig
  • Immunglobulin D (IgD) dient hauptsächlich der Signalübertragung bei der Immunabwehr
  • Immunglobulin E (IgE) spielt eine Schlüsselrolle bei allergischen Reaktionen vom Typ I
  • Immunglobulin G (IgG) charakterisiert Antigene von Viren und Bakterien und markiert diese so für bestimmte weiße Blutkörperchen (Leukozyten), weshalb es auch „immunologisches Gedächtnis“ genannt wird
  • Immunglobulin M (IgM) charakterisiert Antigene bei Infektionen durch Viren und tropische Parasiten (z. B. Malaria), es unterscheidet außerdem über die Verträglichkeit von Bluttransfusionen

Verfügt der Körper über zu wenig Immunglobuline oder sind diese nicht ausreichend funktionstüchtig, so kommt es zu ständig wiederkehrenden, oft schwer verlaufenden Infektionen. Eine gestörte Antikörper-Antwort sowie ein chronisch aktiviertes Immunsystem kann zu Autoimmunerkrankungen führen. Zusätzlich ist der Körper nicht mehr in der Lage chronische Infektionen, wie z. B. das Epstein-Barr-Virus in Schach zu halten, weshalb die Infektionen immer wieder ausbrechen, länger andauern und stärkere Symptome verursachen. Dieser, durch die Schwächen des Immunsystems hervorgerufene dauerhafte Stress des Körpers, bringt wiederum die Stresshormone durcheinander.

Bei jedem zehnten CFS-Patienten liegt ein Überschuss an Immunglobulinen bei gleichzeitigem Funktionsverlust vor.

Diagnostik und Therapie

Durch verschiedene Laboruntersuchungen können wir die Anzahl und Funktion Ihrer Antigene überprüfen. Je nachdem welche Immunglobuline auffällig sind, gibt dies Hinweise auf die zugrunde liegenden Ursachen. Die Therapie fußt auf zwei Wegen, zum Einen stimulieren wir die Aspekte Ihres Immunsystems, die nicht optimal funktionieren und zum Anderen behandeln wir die Ursache für die Störung.

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