Chronic Fatigue Syndrom (CFS)

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Das Chronic Fatigue Snydrom (CFS), auch Myalgische Enzephalomyelitis (ME) genannt, ist eine Multifunktions-Erkrankung. Amerikanische Forscher hatten im Jahr 2015 auch vorgeschlagen, die Erkrankung „Systemic Exertion Intolerance Syndrome“, kurz SEID, zu nennen, was so viel bedeutet wie: ein, den ganzen Körper betreffendes Syndrom, welches nach Belastung auftritt. Die Erkrankung steht in Zusammenhang mit stressigen Veränderungen der Lebensweise, Umweltbedingungen, Funktionsstörungen des Immunsystems und erregerbedingte Infektionen, häufig chronisch.

In Deutschland sind schätzungsweise 300.000 Menschen erkrankt, weltweit ca. 15 bis 30 Millionen. Frauen zwischen 30 und 40 Jahren erkranken typischerweise häufiger an CFS. Aber auch bei Kindern und Älteren tritt das Chronic Fatigue Syndrom auf. Die Dunkelziffer an Betroffenen ist sehr hoch, da ein Großteil der Mediziner sich nicht mit der Krankheit auskennt. So hören Betroffene oft Pauschalisierungen wie „Stell dich nicht so an“ oder „Reiß dich mal zusammen“. Diese Ignoranz der Krankheit stürzt Betroffene häufig in eine psychische Belastungssituation sowie soziale Isolation, welche die Erkrankung noch verstärken kann.

Nach Keiji Fukuda, dem Begründer der Kanadischen-Kriterien für CFS, ist das Chronic Fatigue Syndrom definiert als erstmalig auftretender Erschöpfungszustand, der länger als sechs Monate andauert, sich durch Ruhe nicht bessert und die Lebensqualität erheblich einschränkt. Es müssen hierbei Krankheiten, die diese Symptome ebenfalls hervorrufen können, sicher ausgeschlossen werden.

CFS auf einen Blick

  • Das Chronic Fatigue Syndrom (CFS) wird auch Myalgische Enzephalomyelitis (ME) oder Systemic Exertion Intolerance Syndrome (SEID) genannt
  • Schätzungsweise 300.000 Betroffene in Deutschland
  • Hauptursachen sind z.B. Herpes Viren (u. a. Epstein-Barr-Virus, Zytomegalie-Virus), Pilzerkrankungen, Bakterien und Umweltgifte
  • Symptome sind u. a. Erschöpfung, Müdigkeit, vermindertes Kurzzeitgedächtnis und Konzentrationsschwierigkeiten, Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Empfindliche Lymphknoten an Achseln und Hals, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen (eines neuen Typs, Muster oder Schweregrades), Zustandsverschlechterung nach Anstrengung, Schlafstörungen
  • Unser Therapiekonzept u. a. Anti-Infektionstherapie, Immuntherapie, Neuro- bzw. Hormonregulation, Mitochondrien Therapien bzw. Nitrostress, orthomolekulare Mikronährstoff-Therapie, Mikroimmuntherapie (MeGeMit), Infusionstherapie

Wodurch wird CFS/ME verursacht?

Aktuelle Studien zeigen, dass Infektionen, Immundefekte (v. a. Autoimmunerkrankungen), Mitochondrioparthie und hormonelle Störungen zu den Auslösern zählen. Berufliche und private Belastungen und der individuelle Umgang damit, spielen auch eine wichtige Rolle sowie Bewegungsmangel oder einseitige Ernährung. Eine besondere Stellung haben u. a. die nachfolgenden Ursachen:

Typische Symptome

Meine persönliche Erfahrung damit, ME/CFS zu haben, fühlt sich an, als hätte ich permanent die Grippe, einen Kater und Jetlag, während ich ständig unter Stromschlag stehe (was bedeutet, dass Schmerzen in meinem Zustand mindestens ebenso eine Rolle spielen wie Müdigkeit).

-Aussage einer Betroffenen

Post-Exertional MalaiseKo 420x306 - Naturheilkunde

Post-Exertional Malaise (PEM) bezeichnet die typische Verschlechterung der Symptome von ME/CFS-Patienten nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Die Anstrengung für Betroffene kann unterschiedlich stark sein. Für manche tritt eine Verschlechterung nach einem Einkauf im Supermarkt ein, für andere bereits nach einem Gang zur Toilette – jeder Patient ist anders. Aber nicht nur körperliche Anstrengung, sondern auch geistige Anstrengungen, wie Lesen oder Gespräche können die Verschlechterung verursachen.

Typischerweise löst die PEM nach Aktivität eine Art „Crash” aus, also einen körperlichen Zusammenbruch. Der Crash kann sich durch verschiedene Symptome äußern, z. B. ein Grippe-Gefühl, Fieber, geschwollene Lymphknoten, Muskelschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Herzrasen, Schiwndel und einen sogenannten Brain Fog (Gehirnnebel).

Chronische Fatigue

Die Fatigue (krankhafte Erschöpfung oder Schwäche) ist bei CFS/ME-Patienten besonders stark ausgeprägt. Auch moderat Betroffene haben einen Leistungsverlust von über 50%, so haben ME/CFS-Kranke laut Studien regelmäßig die geringsten Vitalitäts- und Funktionalitätsraten aller chronischen Erkrankungen. In schweren Fällen sind Patienten oft tagelang zu erschöpft um z. B. ihre Kleidung zu wechseln, sich zu waschen oder sogar zu sprechen. In besonders schweren Fällen, können Patienten sogar so erschöpft sein, dass sie vollständig bettlägerig sind und eventuell sogar künstlich ernährt werden müssen. Typisch für chronische Fatigue ist auch, dass Ruhephasen und Schlaf die Symptome kaum oder gar nicht lindern können.

Orthostatische Intoleranz (OI)

Orthostatische Intoleranz ist die Unfähigkeit des Körpers den Kreislauf an eine aufrechte Position anzupassen. So haben Patienten im Stehen oder auch im Sitzen Symptome wie Schwäche, Schwindel, Herzrasen, Herzklopfen, Blässe, Atemnot und hoher oder niedriger Blutdruck. Je länger sich der Patient in dieser Position befindet, desto schlimmer werden i. d. R. die Symptome. OI ist außer für CFS/ME auch für andere wenig erforschte Krankheiten, wie z. B. Neural-vermittelte Hypotension (NMH) typisch.

Neurokognitive Symptome

Neurokognitive Symptome sind u. a. Konzentrationsstörungen, Merkstörungen, Wortfindungssttörungen, Sprachprobleme (Buchstaben verwechseln) und der sogenannte Brain Fog. Brain Fog beschreibt das Gefühl von Patienten, dass ihr Gehirn wie vernebelt ist und sie kaum denken können.

Neurologische Symptome

Auch Störungen der Bewegungskoordination können vorkommen, sogenannte Ataxien. Eine Überempfindlichkeit der Sinnesreize gehören zu aber ebenfalls zu den Indikatoren. Dazu gehört Geräuschempfindlichkeit. Ein weiteres Symptom ist eine Temperaturüberempfindlichkeit. Kälte kann als quälend schmerzhaft empfunden werden. Auch herrscht ein generelles Kältegefühl oder besondere Körperregionen sind kalt (Bauch, Hände, Rücken). Diese Körperteile reagieren dann extrem auf Kältezufuhr durch Zugluft. Lichtüberempfindlichkeit plagen die Betroffenen. Am liebsten würden sie täglich eine Sonnenbrille tragen. Meistens halten sich Betroffene dann aber in abgedunkelten Räumen auf. Auch eine Hypersensibilität beim Spüren gehört zu den Sinnesreizen, z.B. wenn Sie empfindlich auf Druck reagieren.

Erhöhte Infektanfälligkeit

CFS/ME-Patienten sind oft vermehrt Infekt anfällig und genesen langsamer als üblich. Betroffene klagen über häufige Infekte, die nicht richtig ausbrechen. Auch plötzlich auftretende Erkältungssymptome, wie beispielsweise wiederkehrende Halsschmerzen und Atemwegsinfekte gehören zu den maßgeblichen Indikatoren.

Immunologische Symptome

CFS/ME- Patienten tragen ein starkes Krankheitsgefühl in sich. Sie leiden unter schmerzhaften, geschwollenen Lymphknoten oder unter einer Vergrößerung der Lymphnoten. Betroffene haben zudem ausgeprägte Muskel,- Kopf- und/oder Gelenkschmerzen.

Schlafstörungen

ME/CFS-Patienten leiden oftmals unter Schlafstörungen, insbesondere Einschlaf- und Durchschlafstörungen (Insomnien). Der Schlaf ist leicht und nicht erholsam, sodass Erkrankte wie gerädert aufwachen. Auch unter Erschöpfung leiden viele Betroffene. Liegen sie dann im Bett und möchten gerne schlafen, stellt sich dieser nicht ein. Sie haben demnach einen chronisch unerholsamen Schlaf. Bei Hypersomnien sind Betroffene übermäßig müde und legen eine immerwährende Schläfrigkeit an den Tag. Die nächtliche Ruhezeit reicht ihnen einfach nicht aus.

Muskelschmerzen, Faszikulationen und Krämpfe

Patienten leiden oftmals bereits nach geringen Anstrengungen unter übermäßigen und großflächigen Symptomen, ähnliche eines Muskelkaters. Hinzu kommen außerdem in schweren Fällen Muskelzuckungen (Faszikulationen) und wiederkehrende Krämpfe.

Kopfschmerzen

Einige Patienten leiden unter extrem starken Kopfschmerzen, die oftmals tagelang andauern können und ähnlich einer Migräne sind. Diese Kopfschmerzen haben die Eigenschaft eines neuen Typus, Musters und Schweregrades.

Sehstörungen

Manche Patienten leiden unter einem verschwommenen Blick oder einer Art Tunnelblick.

Diagnostik

Die Diagnose wird deshalb auf der Grundlage international definierter Kriterien gestellt. Nach den Fukuda-Kriterien von 1994 müssen neben dem zentralen Symptom der Erschöpfung mindestens vier Nebensymptome vorliegen, wobei ausgeschlossen sein muss, dass diese Symptome durch andere Krankheiten bedingt ist. Die sogenannten Kanada-Kriterien von 2003, aktualisiert in 2011, haben die Definition von Fukuda präzisiert. Ausschlussdiagnose bedeutet bei CFS, dass beispielsweise Schilddrüsen-, Herz-, Lebererkrankungen, krankhaftes Übergewicht, Multiple Sklerose, Tumorerkrankungen, Diabetes und auch schwerwiegende psychische Erkrankungen als Ursachen ausgeschlossen werden müssen, bevor die Diagnose CFS/ME gestellt werden kann. Weitere ähnliche Leitfäden für die Diagnostik von CFS/ME sind u. a. die Internationalen Konsenskriterien (International Consensus Criteria – ICC) und Kriterien des Institute of Medicine (IOM).

Neben den Kriterien für CFS/ME sollten außerdem weitere diagnostische Testungen angesetzt werden, um die bei Ihnen zugrunde liegende Ursachen für das Chronic Fatigue Syndrom herauszufinden. Weitere Informationen zu den einzelnen Zusammenhängen und Ursachen finden Sie unter „Aktuelle Forschung und Zusammenhänge„.

Unser Therapiekonzept

Wir arbeiten auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Forschungsergebnisse und mit unserer mehr als 40 jährigen Erfahrung mit CFS/ME. Unser Energie 358x420 - NaturheilkundeTherapiekonzept fußt auf einer umfangreichen Labordiagnostik. Die Therapie beinhaltet u. a.:

  1. AntiinfektionstherapieImmuntherapie
    Wir unterstützen das Immunsystem unserer Patienten mit einer maßgeschneiderten Immuntherapie. So kann gegen immunologische Ursachen vorgegangen werden.
  2. Neuro-/ Hormonregulation 
    Mit Hilfe einer Neuro- bzw. Hormonregulation der Neurotransmitter unterstützen wir den Körper bei der Bekämpfung der neurologischen Symptome.
  3. Mitochondrienfunktion / Nitrostress
    Nach neusten Erkenntnissen haben die Zellsymbiosis und Mikronährstoffe einen positiven Einfluss auf CFS und ME Kranke.
  4. Allgemeinmaßnahmen
    zur Psyche/Seele, Lebensführung, Hochleistungsernährung und adäquates aerobes Aufbautraining.
  5. Orthomolekulare Nährstoffe

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